Sticker-Aktion von Westfalia Rhynern gestartet

Rhynern – Mitglieder und Freunde des Vereins Westfalia Rhynern hat die Sammelleidenschaft gepackt: Am Samstagmorgen ist die Sticker-Aktion des Vereins am Rewe-Markt Räker gestartet. Das Interesse an den Klebebildchen ist groß.

Ähnlich dem legendären Panini-Album hat der Verein ein Stickerheft gestaltet mit Platz für 419 kleine Abziehfotos. Hinein kommen aber nicht die ganz großen Stars des Sports, sondern die Kicker aus den eigenen Reihen. Die Spieler aller Fußball-Mannschaften des Vereins, von den Minis bis zur Oberliga, wurden im Vorfeld abgelichtet und Tausende Aufkleber gedruckt. Der Andrang am Rewe-Markt Räkers war größer als von den Organisatoren erwartet: Mehr als 200 Startersets – sie beinhalten das Sammelalbum mit sechs Stickertüten à fünf Aufklebern – wurden bei der Kick-off-Aktion verkauft, außerdem über 3.000 Stickerpäckchen, bilanziert Marketing-Beauftragte Simone Gebauer.

Die ersten Interessierten kamen schon um 9 Uhr zum Stand, bis zum Startschuss um 10 Uhr hatte sich eine lange Schlange gebildet, die auch erst einmal nicht kürzer wurde. Das Alter spielte keine Rolle – sowohl die jungen Kicker aus der F-Jugend als auch altgediente Trainer und Helfer des Vereins rissen mit Begeisterung Tüten auf, sichteten den Inhalt und tauschten Aufkleber. Ehe sie zum Spiel in Neheim weiterfuhren, holte sich der elfjährige Niclas Noldes aus Hamm-Süden zusammen mit Schwester Pauline und Mutter Martina am Morgen das Starterset am Rewe ab. Die Stickertüten wollte der D2-Kicker erst in Ruhe am Abend öffnen. Er sei dennoch schon sehr gespannt, ob er sein eigenes Gesicht oder das seiner Freunde entdeckt. Die Familie will gemeinschaftlich für ein Album sammeln – anders als Familie Karalus aus Rhynern, wo Vater Andreas und die beiden Söhne Jaron (11) und Julien (9) jeder ein eigenes Stickeralbum bestücken. Schließlich sind alle drei im Verein aktiv.

Das Tauschen geht bereits am Laden los: „Hast du schon Momo?“, fragte Jaron seinen Vater. Mohammed „Momo“ Daoudi sei als guter Spieler sicherlich sehr begehrt, glaubt Andreas Karalus, der die F3-Mannschaft mittrainiert. Er begrüße die Aktion sehr: „Man lernt die Mitglieder besser kennen und identifiziert sich mehr mit dem Verein.“Der begehrteste Sticker, das wird schnell klar, ist meist der mit dem eigenen Gesicht drauf. Bernd Zurkuhl, Betreuer der ersten Mannschaft, gelang es wenige Minuten nach Start der Kick-Off-Aktion, seinen Sticker zu einzutauschen. Stolz zeigte „die gute Seele der Mannschaft“, so die Beschreibung auf dem Bildchen, seine Errungenschaft herum. Auch Andreas Karalus urteilte „ist ja cool“, als er sein Konterfei in Händen hielt.

Als Spieler der ersten Mannschaft hatten Thanh-Tan Tran, Alexander Hahnemann und Michael Wiese bereits am Vorabend die Ehre, das Starterpaket entgegen zu nehmen. „Panini-Bilder, die waren früher schon das Größte“, erinnert sich der 24-jährige Hahnemann. Es sei toll, dass der Verein die Aktion ermöglicht hat, pflichtete ihm Tran (28) bei, bevor sich die drei in die Schlange reihten, um weitere Aufkleber zu ergattern.

Die C-Jugend war fast als komplette Mannschaft erschienen, sie fuhr später weiter zur Partie gegen den SC Wiedenbrück. Für Luca Kemper aus Ostwennemar und Jannik Gehse aus Kamen (beide 14) das Größte: Ihren Trainer Michael Maus zu finden, sagen sie lachend.

Unter den 419 unterschiedlichen Motiven sind alle 19 Fußball-Mannschaften von Westfalia Rhynern, außerdem Trainer, Vorstandsmitglieder und andere beteiligte Persönlichkeiten. Man wolle dem Verein „nach außen ein Gesicht geben“, sagt die Marketing-Beauftragte Simone Gebauer. Die Aktion schlage auch Wellen über Hamm hinaus, nach Bönen, Soest, Arnsberg und mehr, denn längst nicht alle Fußballer kommen aus Hamm.

Zehn Wochen lang sind die Aufkleber im Rewe-Markt, an der Lotto-Annahmestelle und im Getränkemarkt erhältlich. Geplant sind zwei Tauschbörsen. Die Sticker sind nicht an einen Einkauf im Geschäft gebunden, es bestehen aber Kooperationen mit bestimmten Lebensmittel-Firmen.