Die Höhle der Löwen: Duftende Angelköder und Amateur-Kicker-Sticker

Berlin. Ein Panini-Pendant für lokale Fußballer und Angelköder mit Geruch: Die neuen Produkte der Vox-Show “Die Höhle der Löwen”.

Die Vox-Show “Die Höhle der Löwen” geht in die dritte Episode. Diese Gründer hoffen am Dienstag, 17. September, auf das Geld von Nils Glagau, Dagmar Wöhrl, Ralf Dümmel, Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Gregor Kofler und Frank Thelen.

Wie immer hat Vox die neuen Produktideen in einer Mitteilung zusammengefasst, die wir hier zitieren:

Stickerstars aus Berlin

Viele kennen die Sammelalben zu Fußball-Weltmeisterschaften, aber was wäre, wenn man sich selbst in so einem Album verewigen könnte? “Genau das machen wir mit Stickerstars. Bei uns wird jeder zum Star”, erklärt Fabian Bönsch. Allein in Deutschland gibt es 90.000 Sportvereine. Ob Handball, Fußball oder Eishockey – jeder Verein kann sein eigenes Sammelalbum bekommen. Alle Spieler, Trainer, Betreuer, Vorstandsmitglieder werden fotografiert und die Sticker gib es anschließend im lokalen Supermarkt. Das Stickerprojekt ist für den Verein komplett kostenlos. Der Supermarkt trägt die Kosten und vertreibt dafür exklusiv die Stickerpacks und die Stickeralben. “Das Beste ist, die abgebildeten Personen stürmen in den Markt. Denn nur dort gibt es die Sticker und nur dort gibt es die Möglichkeit, sich selbst, den Sohn oder den Mannschaftskameraden aus dem Päckchen zu ziehen”, erläutert Mirko Lauterbach und führt fort: “Damit wird der Markt mit Leben gefüllt und der Einkaufswagen.” Für das weitere Wachstum von Stickerstars benötigt das Berliner Start-up 800.000 Euro und bietet dafür zehn Prozent der Firmenanteile an.

Taste Hero aus Beverungen/Lauenförde im Weserbergland

Jürgen Schade (Gas- und Wasserinstallateur) und Thorsten Schäfer (Industriemechaniker) treffen sich gerne in ihrer Stammkneipe, um ein frisch gezapftes Bier zu genießen. Denn sie sind sich einig: Kein Flaschenbier kann dem Bier aus dem Zapfhahn geschmacklich das Wasser reichen. Um aber auch zu Hause nicht auf den Genuss verzichten zu müssen, entwickelten sie Taste Hero. Der Flaschenaufsatz lässt sich auf jede handelsübliche Flasche aufstecken, durch die Zacken wird das Bier aufgewirbelt und mit Sauerstoff angereichert. So erhält ein Flaschenbier einen ebenso milden und frischen Geschmack - wie ein frisch vom Fass gezapftes Pils. Unterstützt werden die beiden Gründer durch Jürgens Tochter Jana Schade, die zurzeit als Tourismuskauffrau in Hamburg arbeitet. Noch steht das Trio ganz am Anfang. Sie möchten eine Firma gründen, das Produkt produzieren, an der Verpackung arbeiten und natürlich den Taste Hero auf den Markt bringen. Dazu benötigen sie die Expertise eines “Löwen” sowie 50.000 Euro. Im Gegenzug bieten sie 20 Prozent der Firmenanteile an.

SunCrafter aus Berlin

Die Solar-Experten Lisa Wendzich (31) und Bryce Flemingham (30) widmen sich mit ihrem Start-up SunCrafter dem Thema Nachhaltigkeit. Auf der Suche nach einer mobilen Stromquelle sind sie bei ihrem ehemaligen Job fündig geworden. Mehrere Jahre haben sie auf Solarfarms gearbeitet. “Unsere Aufgabe war es, die kaputten Module zu finden und mit neuen zu ersetzen. Es war günstiger, einen kompletten Bereich statt einzelne Stücke austauschen. Mit jedem Austausch landeten also nicht nur die defekten, sondern auch voll funktionsfähige Module auf dem Müll”, erklärt Flemingham. Aus diesen ausrangierten Solarpanels bauen die Gründer ihre mobilen Generatoren. Der SolarHub ist unempfindlich gegen Umwelteinflüsse und muss nicht gewartet werden. So eignet er sich besonders für entlegene Regionen, aber macht es auch zu einer perfekten Ladestation für den urbanen Sektor, um Mobiltelefone oder auch Elektroroller zu laden. In Deutschland haben schon zehntausende Menschen den SolarHub auf Festivals, Messen und Veranstaltungen genutzt. Mit Unterstützung der “Löwen” könnten sie ihre Technologie auch international etablieren. Steigen die Investoren mit 200.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile ein?

iCapio aus Gehrden bei Hannover

iCapio – lateinisch für “Ich fange” – bietet eine neue Möglichkeit des Angelns. Der Gründer Christopher Rupp angelt schon seit seinem Grundschulalter: Auch er kennt Zeiten, in denen nichts am Haken hängt. Worauf also reagieren Fische? Der Wissenschaftler fand heraus, dass Fische nur auf sehr kurze Distanzen sehen, aber dafür gut riechen können. Dennoch sind alle Raubfischköder nur darauf ausgelegt, gut auszusehen. Also entwickelte Christopher Rupp ein innovatives Angelködersystem, das den Geruchssinn reizt. “iCapio gibt dem Raubfisch, was er kennt und was er liebt. Den Geruch und den Geschmack von echtem Beutefisch,” so der Gründer. iCapio wird wenige Zentimeter oberhalb des eigentlichen Köders montiert. Durch die Bewegung im Wasser geben die darin eingelegten Kapseln langsam und wohldosiert den natürlichen Fischgeruch ab. Aktuell ist iCapio eine One-Man-Show. Neben dem deutschsprachigen Markt hat der Gründer auch Amerika im Blick. Dafür benötigt Rupp 95.000 Euro und bietet 20 Prozent der Firmenanteile an.

RENJER aus Schweden

Sie kommen extra aus Schweden, um den Löwen ihr Start-up RENJER vorzustellen. Auch das Gründerteam ist international aufgestellt: Alexander Kirchmaier (27) kommt aus Österreich, Anton Vänskä (26) aus Finnland und Tim Schulz (27) aus Deutschland. Kennengelernt haben sie sich an der Universität Lund, an der sie ihren Master in “Entrepreneurship und Innovation” machten. Dort entstand auch die Idee zu RENJER, mit dem sich das Trio auf Trockenfleisch von Wildtieren spezialisiert hat. “Bei der Produktentwicklung haben wir auch festgestellt, dass das Wildfleisch extrem nachhaltig ist. Dazu ist es sehr nährstoffreich, weil die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung im Wald ihre Nahrung zu sich nehmen und nicht zusammengepfercht als Massenprodukt gezüchtet werden”, erklärt Kirchmaier. Ihr Sortiment umfasst Rentier-, Elch- und Hirschfleisch. Bisher ist RENJER nur auf dem skandinavischen Markt erhältlich. Ob das Trockenfleisch auch in der deutschsprachigen Region angenommen wird, wollen die Gründer jetzt herausfinden. Wird ein Löwe für zehn Prozent der Anteile 130.000 Euro in das skandinavische Unternehmen investieren?.