Diese „Top-Gründer“ wollen Amateursportler verzaubern

In der TV-Sendung “Höhle des Löwen” wurde es am Dienstagabend sportlich. Das Berliner Startup “Stickerstars” präsentierte eine Sammelalbum-Idee für Amateursportler. Die Jury geriet ins Schwärmen.

Hundertausende Menschen in Deutschland bekommen strahlende Augen, wenn sie die kleinen Tütchen sehen. Steckt ein Glitzerbild drin? Ist mein Lieblingsspieler dabei? Diese Frage stellen sich seit Jahrzehnten Fußballfans in Deutschland, wenn sie vor dem Bundesligastart oder großen Turnieren wie der Weltmeisterschaft ihr Sammelalbum mit den bunten Klebebildern ihrer Fußballhelden bestücken.

Doch weshalb immer nur die großen Stars anschmachten?

Am Dienstagabend präsentierte das Startup „Stickerstars“ auf dem TV-Sender Vox in der „Höhle der Löwen“ ihre Idee: Der Amateursport in Deutschland, Österreich und der Schweiz solle nachhaltig gefördert werden, indem man individuell für jeden Sportverein – egal wie groß oder klein – Sammelalben erstellt.

Die Bilder der örtlichen Fußballer, Handballer, Bratwurstverkäufer oder Vereinskneipenbesitzer in einem Sammelalbum – eine geniale Idee, fand auch „Höhle der Löwen“-Juror Ralf Dümmel. Seine Kollege Carsten Maschmeyer sagte: „Ihr gehört zu den Top-, Top-, Top-Gründern. Mega Typen, super Auftritt.“ Kein Wunder.

“Der Ursprung war die Leidenschaft”

CEO Michael Janek und seine Kollegen lieben ihre Jobs. „Der Ursprung liegt in unserer Sammel- & Stickerleidenschaft als Kinder“, sagt Janek. Das Hobby hat er zum Beruf gemacht.

Mit mehr als 600 Vereinen wurde bereits zusammengearbeitet. Der Kniff: Das Sammelprojekt kostet den teilnehmenden Klub nichts. Das Startup „engagiert einen lokalen Supermarkt als exklusiven Verkaufspartner, wo das Heft und die Sticker in recycelbaren Päckchen erworben werden. Damit kann sich der entsprechende Einzelhändler für viele Wochen emotional in den Fokus der Region stellen und sich ebenso als Förderer der lokalen Vereine präsentieren“, erklärt Janek.

Das Ziel, einen Deal in der TV-Sendung abzuschließen, erreichten die Gründer bei der „Höhle der Löwen“ dennoch nicht. Die aufgerufenen 800.000 Euro für 10 Prozent der Firmenanteile erschien der Jury um Carsten Maschmeyer zu hoch. Das Ende ihrer Erfolgsgeschichte wird dies allerdings sicher nicht sein. Denn es gibt schon neue Ideen.

In Zukunft will das Startup auch Sammelerlebnisse für kleinere Gemeinschaften und bei privaten Events möglich machen, etwa für Hochzeitsgesellschaften, bei Betriebsfesten von Unternehmen oder Schul- und Abschlussklassen.