Sponsoren

Sponsoring im Amateursportverein

Sponsoring im Amateursportverein ist keine Wissenschaft, wie bei den Profivereinen. Allerdings gibt es ein paar wichtige Punkte, auf die jeder noch so kleine Verein achten sollte, wenn er nicht auf diese Mehreinnahmen verzichten möchte. Die nächsten 5 Punkte bieten einen kleinen Leitfaden vom Finden und Binden eines Sponsors, damit euer Trikot nicht leer bleibt.

1) Sponsoren finden

Nicht jedes Unternehmen eignet sich, um auf eurem Trikot zu werben. Eine Tabakfirma zum Beispiel würde nicht zu den Werten und nur vereinzelt zur Zielgruppe im Sport oder Amateursport passen. Der Amateurverein lässt sich zum Glück relativ einer Zielgruppe zuordnen, die sich mit den Schlagwörtern: (Amateur-)Sport, Jugendförderung und Regionalität beschreiben lässt. Für Akquise ist es sinnvoll, einen Verantwortlichen auszuwählen, der beim Sponsoring den Hut aufhat und zudem ein konstanter Ansprechpartner für den Sponsor ist. Nach der Recherche macht ihr euch eine Liste mit den Unternehmen, die eurer Meinung nach am besten auf eure Brust oder Bande passen und kontaktiert sie dann zunächst telefonisch.

2) Sponsoren überzeugen

Warum sollte das Unternehmen ausgerechnet auf eurer Brust werben? Vor dem Telefonat solltet ihr natürlich vorbereitet sein. Für das Unternehmen ist Sponsoring keine Wohltätigkeit, sondern ein Geschäft, das auf Leistung und Gegenleistung besteht. Fragt euch also vorher, wie diese, eure Gegenleistung aussieht. Konkret: was habt ihr zu bieten?

Welche Vorteile bietet das Sponsoring eures Vereins gegenüber anderen Marketing-Maßnahmen?

3) Sponsoren kontaktieren

Wenn die Fragen aus Punkt 2 alle beantwortet habt, solltet ihr gut vorbereitet sein für ein erstes Telefonat. Im Anschluss (je nach Absprache mit dem Unternehmen) verfasst ihr ein offizielles Schreiben mit allen Infos über den Verein und Möglichkeiten für das Sponsoring und Marketing.

4) Sponsoren binden

Vertrag unterschrieben? Geld bekommen? Sponsor aufs Trikot gedruckt? Hier hören eure Aufgaben allerdings nicht auf. Bezieht den Sponsor in das Vereinsleben mit ein, indem ihr ihn zu Festen und Versammlungen (per Newsletter) einladet. Präsentiert die Sponsoren nicht nur auf euren Trikots, sondern auch in den sozialen Medien und auf der vereinseigenen Website. Die Zeit, die ihr in die Akquise gesteckt habt, soll doch eine Investition in die Zukunft sein. Zumal es einfacher ist, einen Sponsor zu binden als zu finden. Kurzum: seid aktiv im Vereinsleben.

5) Den Sponsor ins Stickeralbum kleben

Eine tolle Möglichkeit, den Sponsoren zusätzliche und besondere Werbefläche zu bieten, sind die Sponsorenseiten im Stickeralbum. Auf 3 Seiten und in 4 verschiedenen Werbeformaten kann jeder Verein neben eigenen Stickern auch Werbung in das Album kleben:

Zum Beispiel könntet ihr:

15 S-Seiten à 100€ (= 1500€),
4 M-Seiten à 250€ (= 1000€) und
1 L-Seite à 800€

verkaufen und damit 3300€ einnehmen. Je nach Kombination der Formate können nach unseren Erfahrungen bis zu 4500€ durch die Sponsorenseiten im Stickeralbum eingenommen werden.

6) Vermeintliche Kleinigkeiten

Spende oder Sponsoring? Das ist keine semantische Spielerei! Wie bereits erwähnt handelt es sich beim Sponsoring um ein Geschäft, bei dem beide Partner in einem Vertrag zugesichert haben, eine Leistung zu erbringen. Und das ist auch steuerlich relevant. Sponsorengelder unterliegen der Umsatzsteuer und müssen dementsprechend versteuert werden. Das gilt, wenn der Verein aktive Werbung für den Sponsor macht, das können sein:

Diese Form der Werbung und die resultierenden Einnahmen sind umsatzsteuerpflichtig, da sie aus einem Leistungsaustausch zwischen Verein und Sponsor entstehen. Da der Verein in diesen Fällen unternehmerisch handelt, kommt er auch denselben Pflichten, wie jeder Bürger nach, das heißt:

Der Sponsor selbst kann die Ausgaben an den Verein als Betriebsausgabe absetzen; doch auch der Verein ist in einzelnen Fällen von der Steuer befreit, wenn er:

Es sind Kleinigkeiten, aber die sollten einem nicht entgehen.